15. April 2013

Rückspiegel: Vor 85 Jahren startete Umberto Nobiles Polarexpedition - Absturz im Packeis

Jetzt machen wir noch eine kleine Zeitreise.

Es geht zum Nordpol, denn vor 85 Jahren brach auch der Polarforscher Umberto Nobile dorthin auf. Er hatte dafür ein neues Luftschiff gebaut, die Italia, die so ähnlich aussieht, wie ein Zeppelin. Nobile hatte vorher schon den Nordpol überflogen und Polarlichter erforscht. Diesmal wollte er Messungen zur Ozeantiefe und zum Erdmagnetismus machen. Mit an Bord waren 15 Männer und ein Hund.

Erst lief alles nach Plan. Das Team erreichte Spitzbergen und flog weiter gen Nordpol. Doch dann geriet die "Italia" in einen Sturm und havarierte. Die Gondel riss ab und stürzte auf eine Eisscholle. Ein Teil der Forscher schwebte mit dem restlichen Luftschiff davon und wurde nie mehr gesehen. Neun Männer, darunter Nobile, kämpften im Packeis ums Überleben. Sie erschossen einen Eisbären und funkten Notsignale, die schließlich von einem russischen Amateurfunker aufgefangen wurden. Erst nach mehreren Wochen im Eis wurden die Überlebenden gerettet.

Ihr Schicksal wird im Film "Das rote Zelt" erzählt. Nobile starb 1978 in Rom.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)