15. April 2013

Forschungsrat in Rumänien gibt auf

Gegen die Korruption im eigenen Land hatte der Nationale Forschungsrat in Rumänien eine ungewöhnliche Idee: Für welches Projekt es Geld gab, mussten Wissenschaftler aus dem Ausland entscheiden.

Dieses Prinzip ist jetzt offenbar am Ende. Die 17 Vertreter des Gremiums sind geschlossen zurückgetreten. Sie protestieren damit dagegen, dass die Regierung weniger für Forschung ausgibt. Die Gelder seien zur Hälfte gestrichen worden. Der Forschungsrat in Rumänien ist der Meinung, dass dadurch mehrere hundert Projekte gefährdet werden. Außerdem mache sich die rumänische Forschung damit international unglaubwürdig - Mauscheleien würden künftig wieder den Ausschlag gegen, welches Projekt Zuschüsse bekommt.

Der Nationale Forschungsrat in Rumänien ist vergleichbar mit der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Er berät das rumänische Bildungsministerium unter anderem bei der Auswahl von Forschungsprojekten.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)