15. April 2013
Satire-Gesänge in Birma sind in etwa so wie Motivwagen am Rosenmontag: Bürger nehmen die Regierung auf die Schippe und kommentieren die Gesellschaft.
Diese Gesänge haben eine lange Tradition, während der Militärdiktatur waren sie allerdings verboten. Die Begründung: sie gefährdeten die nationale Einheit. Erst seit vergangenem Jahr dürfen sie wieder öffentlich vorgetragen werden. Die Deutsche Presse-Agentur berichtet, dass die satirische Kunst besonders um das diesjährige Wasser- und Neujahrsfest aufblüht, das gerade stattfindet. Auch Wettbewerbe gibt es wieder.
Die Nachrichtenagentur zitiert einen Musiker, der meint, die Satire-Gesänge seien wichtig, um die Bevölkerung über Missstände zu informieren. Die Texte müssten zwar immer noch von einer Zensurbehörde abgenommen werden, dieses Jahr seien aber weitgehend alle zugelassen worden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)