16. April 2013

Rückspiegel: Vor 99 Jahren begann Industrie-Produktion von Impfstoffen - Pferde halfen dabei

Hier unser "Rückspiegel", mit dem wir in die Vergangenheit schauen.

Uns gegen alle möglichen Krankheiten impfen zu lassen, ist heute ganz normal. Vor 99 Jahren war das noch anders: Am 16. April 1914 wurden in Bremen die Behring-Werke gegründet. Sie produzierten die ersten Impfstoffe.

Vor allem ging es um den Kampf gegen Tetanus und Diphterie. Im Ersten Weltkrieg sollten die Soldaten an der Front immunisiert werden. Die Impfstoffe dagegen hatte der Bakteriologe Emil von Behring entwickelt und dafür auch schon den Nobelpreis bekommen. Jetzt wollte er sie erstmals in großen Mengen industriell herstellen, und zwar mit der Hilfe von Pferden. Dutzende Tiere wurden mit Krankheitserregern angesteckt und entwickelten Antikörper. Die konnten Behring und seine Mitarbeiter aus dem Blut der Pferde herausfiltern und sie an Menschen weitergeben. Der Vorteil: Die Menschen sind sofort immun und müssen die Antikörper nicht mehr selbst bilden. Allerdings hält die Immunisierung auch nicht lange an.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)