16. April 2013
"Die Wall Street war nicht betrunken, sondern auf Kokain."
Das ist nur eins von vielen Zitaten, die derzeit in Großbritannien und Irland die Diskussion über die Gründe der Finanzkrise kursieren. Das Zitat stammt aus dem "Irish Examiner" und kommt von Doktor Chris Luke von der Universität Cork. Er ist einer der Vertreter, die meinen, die Finanzkrise wurde vor allem durch Banker verursacht, die zu viel Kokain konsumierten. Der landesweit bekannte Psychiater David Nutt sieht das genauso. Kokain sei eine Droge, mit der man sich selbst überschätze und riskante Entscheidungen treffe, sagte er der "Sunday Times". Kokain passe hervorragend zu einer Kultur, die ständig unter Anspannung stehe und immer mehr und mehr wolle.
Schon 2008 hatte der damalige US-Präsident George W. Bush in Bezug auf die Finanzkrise gemeint: "Wall Street got drunk".
Auch der "Independent" und der "Guardian" machen mit bei der Diskussion.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)