16. April 2013
"Das ist ein Umgang, der überhaupt nicht geht."
Das meint Peer Stolle, Anwalt der Familie des NSU-Opfers Mehmet Kubasik, über die Informationspolitik des Oberlandesgerichts München. Stolle kritisierte im Deutschlandradio Kultur, von der Prozessverschiebung habe er zuerst durch die SMS eines Kollegen erfahren. Danach sei er ins Internet gegangen, habe eine Eilmeldung bei Spiegel Online gelesen und seine Mandanten informiert. Erst etwa eine Stunde später sei die Nachricht vom Oberlandesgericht per Fax gekommen.
Auf diesem Weg von einer Prozessverschiebung zu erfahren, sei einfach kein Umgang, betonte Stolle. Man müsse sehen, ob durch die Querelen im Vorfeld nun die Autorität des OLG München für den Prozess beschädigt sei, sagte der Opfer-Anwalt. Natürlich sei es kein guter Anfang.
Das Interview gibt's hier zum Nachlesen und Nachhören.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)