17. April 2013

Forscher lösen Rätsel um grüne Fischknochen

Wer Farbspektakel auf dem Teller mag, sollte Hornhecht bestellen: Ist er gegessen, bleiben auf dem Teller grüne Gräten übrig.

Warum sich das Skelett des Hornhechts und auch der Aalmutter beim Garen grün färbt, war bisher umstritten. Forscher aus Hannover schreiben, jetzt die Erklärung gefunden zu haben. Es soll der Stoff Biliverdin sein. Er ist ein Abbauprodukt des Blutfarbstoffs Hämoglobin - beim Menschen ist er zu sehen, wenn man sich ordentlich stößt. Biliverdin macht einen blauen Fleck grün, wenn er heilt. In der Regel wird der Stoff bei Menschen und Tieren über den Urin ausgeschieden. Der Hornhecht aber lagert ihn in seine Knochen ein - die Forscher haben das in Proben nachgewiesen. Warum der Fisch das allerdings macht, ist nicht klar.

Wer selbst grüne Gräten untersuchen möchte, sollte Urlaub auf Rügen machen. Dort ist der Hornhecht eine Spezialität, auch bekannt als Grünknochen.

Die Studie der Forscher gibt es im Fachmagazin European Food Research and Technology.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)