18. April 2013
Schulfrei gibt's vor allem an Feiertagen, die einen religiösen Ursprung haben. Für Weltanschauungen wie den Humanismus gibt es das nicht.
Und das soll nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin auch so bleiben: Denn die Klage einer Mutter wurde abgewiesen. Sie hatte sich beschwert, weil ihr 13-jähriger Sohn, der am Welthumanistentag nicht in die Schule gegangen war, dafür im Zeugnis einen Eintrag für unentschuldigtes Fehlen bekommen hatte. Die Mutter forderte eine Gleichbehandlung mit Mitgliedern von Kirchen und anderen Religionsgemeinschaften. Schüler müssten auch ohne besonderen Antrag am Welthumanistentag zu Hause bleiben dürfen - das Gericht sah das anders.
Der Welthumanistentag wurde in den 80er Jahren ins Leben gerufen. Immer am 21. Juni sollen Anhänger in allen Ländern den Humanismus als eigenständige Weltanschauung verbreiten.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)