18. April 2013
Eigentlich sollte der Dalai Lama kommen, aber dann war wohl das Verhältnis zu China wichtiger.
Tibetische Aktivisten und australische Politiker werfen der Universtität von Sydney vor, sie habe eine für Juni geplante Gesprächsrunde mit dem Dalai Lama abgesagt, um die Beziehungen zu China nicht zu gefährden. Eigentlich sollte die Veranstaltung in den Räumen der Uni stattfinden, die Leitung verbot aber, das Universitäts-Logo zu verwenden. Kritiker sagen, es gehe vor allem darum, dass China ein australisches Kulturinsitut finanzieren will.
Die australische Premierministerin Julia Gillard hatte bereits vor zwei Jahren für Diskussionen gesorgt, weil sie ein Treffen mit dem Dalai Lama auf einer China-Reise abgesagt hatte.
Der Dalai Lama ist das geistige Oberhaupt der Tibeter und lebt seit Jahrzehnten im Exil in Indien.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)