18. April 2013

Expertin: Kinder suchtkranker Eltern brauchen mehr Hilfe

Kinder suchtkranker Eltern werden zu oft mit ihren Problemen alleingelassen.

Dieser Meinung sind Experten, die deshalb heute auf einer Fachtagung im Magdeburg nach neuen Wegen für Hilfen suchen. Darüber hat die Deutsche Presse-Agentur mit der Chefin der Landesstelle für Suchtfragen Sachsen-Anhalt, Helga Meeßen-Hühne, gesprochen. Sie sagt, dass die Kinder noch effektiver und vor allem frühzeitiger aus der gesamten Gesellschaft heraus unterstützt werden müssen. Dafür müssten sich Kindergärten, Schulen, Verbände und Gesundheitseinrichtungen besser vernetzen.

Den Angaben zufolge haben in Deutschland mehr als zweieinhalb Millionen Kinder suchtkranke Eltern - das heißt, fast jedes sechste Kind kommt aus einer betroffenen Familie. Die Kinder müssten vor allem lernen, selbst ganz auf Suchtmittel zu verzichten, denn bei ihnen sei das Risiko, als Erwachsene selbst krank zu werden, sechsmal höher als bei Kindern nicht süchtiger Eltern.

Mehr Informationen zu der Fachtagung gibt's hier.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)