18. April 2013
Deutsche Journalisten bekommen zu selten Kritik von Kollegen, aber auch zu wenig Lob.
Das geht aus einer Studie der Technischen Universität Dortmund hervor. Nur acht Prozent der deutschen Journalisten gaben an, sich gegenseitig zu kritisieren. Damit ist Deutschland Schlusslicht im internationalen Vergleich. In der Schweiz liegt die Quote bei 70 Prozent. Der Studie zu Folge kommt allerdings auch Lob unter den Medienmachern zu kurz. Für die Untersuchung wurden über 1.700 Journalisten aus zwölf europäischen und zwei arabischen Ländern befragt. Die frühere Bundesjustizministern Herta Däubler-Gmelin kritisierte bei der Vorstellung der Studienergebnisse in Berlin, immer mehr Journalisten würden Probleme nicht offen ansprechen, weil sie Angst um ihren Arbeitsplatz hätten. Das sei eine Gefahr für den Qualitätsjournalismus.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)