19. April 2013

Griechenland: Neue Studie zeigt negative Auswirkungen der Krise auf Gesundheitssystem

Wer sehr viel sparen muss, kann sich nicht so sehr um seine Gesundheit kümmern.

In Griechenland führt das dazu, dass es große Probleme im Gesundheitssystem gibt. Wissenschaftler aus den USA und Griechenland haben gemeinsam untersucht, wie genau sich die wirtschaftlichen Probleme des Landes auswirken. Ergebnis: Sehr negativ. Wegen der hohen Arbeitslosigkeit können sich viele Leute keine privaten Kliniken mehr leisten. Deshalb ist die Auslastung der öffentlich finanzierten Krankenhäuser zwischen 2009 und 2011 um mehr als 20 Prozent gestiegen. Der Staat gibt aber weniger für Gesundheit aus - das heißt, die Versorgung wird schlechter. Außerdem ist die Selbstmordrate in Griechenland gestiegen.

Zu ähnlichen Ergebnissen war Ende März auch schon eine europäische Studie für alle Krisenländer in Europa gekommen.

Die Ergebnisse der amerikanisch-griechischen Untersuchung sind im Fachmagazin "American Journal of Public Health" veröffentlicht worden.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)