19. April 2013
Deutschland hat es richtig gemacht.
Zumindest, was die Wissenschaftsförderung anbelangt. Das sagt die EU-Forschungskommissarin Máire Geoghegan-Quinn in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Trotz Krise habe Deutschland seine Forschungsausgaben in den vergangenen Jahren kontinuierlich erhöht. Laut Quinn konnte die deutsche Wirtschaft auch deshalb der Krise standhalten. Die irische Politikerin warnt andere EU-Staaten davor, die Forschungsausgaben zu kürzen. Es gebe hier eine wachsende Kluft in Europa. So habe Spanien seine Forschungsausgaben drastisch gekürzt. Geoghegan-Quinn sagt, das sei vielleicht kurzfristig eine leichte Entscheidung, aber langfristig müssten auch die Spanier in Forschung und Innovation investieren, um ihre Wirtschaft wettbewerbsfähig zu machen.
In Deutschland wurden 2011 insgesamt 74,6 Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung ausgegeben, der Großteil davon stammt von Unternehmen. Die Summe entspricht einem Anteil von rund 2,9 Prozent am Bruttoinlandsprodukt. Im EU-Durchschnitt werden nur etwa zwei Prozent erreicht.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)