19. April 2013

IT-Experte: Polizeiarbeit und Social Media passen eigentlich nicht zusammen

Bei der Suche nach den Tätern des Attentats in Boston spielen soziale Medien eine große Rolle.

Die Polizeibehörden nutzen ganz bewusst Twitter und Facebook. Sebastian Denef vom Fraunhofer Institut für Angewandte Informationstechnik beschäftigt sich schon länger mit sozialen Medien in der Polizeiarbeit. Im "Deutschlandradio Kultur" sagte er, auch bei der Gewalt-Serie in Großbritannien vor zwei Jahren habe die Polizei soziale Medien schon stark genutzt - um Telefonnummern und Fahndungsaufrufe zu verbreiten zum Beispiel. Weil viele Bürger sozialen Medien vertrauten, könne man sie gut nutzen, um Hinweise zu platzieren.

Für die Polizei sei es allerdings eine Herausforderung, sich auf soziale Netwerke einzustellen. Denn eigentlich passe diese schnelle Informationskultur nicht zur Polizeiarbeit. Viele Polizeien hätten deshalb extra Beamte, die nur für Social Media zuständig seien - um zu gewährleisten, dass alles Verbreitete auch stimmt.

Das Interview zum Nachhören gibt es hier.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)