19. April 2013
In den Wirtschaftswissenschaften gibt es zu wenig Diskussion.
Das meint der ehemalige Chefvolkswirt der UNO-Welthandelsorganisation, Heiner Flassbeck. Im Deutschlandradio Kultur warf er den Wirtschaftswissenschaftlern ideologische Denkblockaden vor. Es sei ein Skandal, dass es an manchen Universitäten zehn Professoren für Volkswirtschaft gebe und alle dasselbe lehrten. Die Wirtschaftswissenschaft sei in vielen Teilen eher eine Religion als eine Wissenschaft.
Die aktuell in der Kritik stehende Rogoff-Studie habe zum Beispiel einen Zusammenhang zwischen Staatsschulden und Wirtschaftswachstum hergestellt. Dabei sei gar nicht klar gewesen sei, ob nun die Schulden, wie in der Studie behauptet, zu geringerem Wachstum führten oder umgekehrt das geringe Wachstum zu mehr Schulden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)