22. April 2013

Westjordanland-Marathon stand unter dem Motto "Recht auf Bewegung"

Zweimal falsch abbiegen und trotzdem noch gewinnen.

Das geht wohl nur beim Marathon in Bethlehem. Die Zeit war entsprechend: Als Erster rannte gestern ein Palästinenser aus Jericho nach drei Stunden, neun Minuten und 47 Sekunden ins Ziel. Zum Vergleich: Professionelle Läufer brauchen weniger als zweieinhalb Stunden.

Doch um Rekorde ging es in Bethlehem auch nicht. Zwei Däninnen hatten den Marathon organisiert, um auf die Lage der Palästinenser aufmerksam zu machen. Unter dem Motto "Recht auf Bewegung" liefen insgesamt 500 Teilnehmer unter anderem durch Flüchtlingslager und an der israelischen Sperranlage entlang. Das allein von den Palästinensern kontrollierte Gebiet des Westjordanlands ist so klein, dass die Läufer zweimal dieselbe Runde drehen mussten, um auf 42 Kilometer zu kommen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)