22. April 2013
Um diese Zeit gibt's bei uns immer ein bisschen Geschichte.
Heute gehen wir 19 Jahre zurück zum Kaufhaus-Erpresser "Dagobert". Diesen Spitznamen hatte die Presse Arno Funke gegeben, der in den 80er und frühen 90er Jahren mehrere Anschläge auf Kaufhäuser in Deutschland verübte. Am 22. April 1994 schnappte ihn die Polizei.
Sein erster Anschlag lag da schon sechs Jahre zurück. Er hatte eine Bombe im Berliner KaDeWe, dem Kaufhaus des Westens, gelegt und eine halbe Million Mark erpresst. Von der Beute konnte Funke einige Jahre lang gut leben.
1992 meldete er sich zurück, und nun begann ein jahrelanges Räuber- und Gendarmen-Spiel mit der Polizei: Bomben, Erpresserschreiben und immer wieder versuchte Geldübergaben und gescheiterte Festnahmen. Zu seinem Spitznamen kam "Dagobert", weil er mit einem Opfer über eine Zeitungsanzeige kommunizieren wollte. Als Text war vereinbart: "Onkel Dagobert grüßt seine Neffen."
Funke wurde zu knapp acht Jahren Haft verurteilt und saß sechs davon ab. Heute arbeitet er als Karikaturist und machte unter anderem beim Dschungel-Camp und Promi-Dinner mit.
Hier beim NDR könnt ihr eine Chronologie seines Falls lesen und hier geht's zu seiner Homepage.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)