24. April 2013
Die Europäische Union sieht sich selbst gern als Vorreiterin im Klimaschutz.
An diesem Image will der europäische Umweltschutz-Verband HEAL mit einer Studie kratzen. Die Daten werden heute in Brüssel vorgestellt. In der Studie geht es um die Abgase von Kohlekraftwerken und die Folgen für die Gesundheit. Die Autoren kritisieren die Grenzwerte in der EU als veraltet. Schon jetzt gelten demnach sogar in China und den USA strengere Standards, als sie in Europa ab 2016 vorgesehen sind. Als Beispiel wird der Grenzwert für Stickoxid-Emissionen genannt. Dieser liege in den USA bei 100 Milligramm pro Kubikmeter und in China bei 117 Milligramm - aber für die Industrie in der EU seien 200 Milligramm vorgesehen.
Um die gesundheitlichen Folgen der Kohlekraft-Nutzung ging es auch in einer viel diskutierten Studie, die Greenpeace Anfang des Monats vorgelegt hatte. Die Autoren hatten die Kraftwerke in Deutschland für mehrere tausend Todesfälle verantwortlich gemacht. Die Industrie wies die Berechnungen zurück.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)