24. April 2013

NRW will islamische Bestattungen erleichtern

Muslimische Familien lassen ihre Angehörigen oft im Ausland bestatten - denn in Deutschland gibt es viele Regeln, die der islamischen Beerdigungs-Tradition widersprechen.

Zum Beispiel sieht die Tradition unter anderem vor, dass der Leichnam nur in einem Tuch beerdigt wird und dass die Beerdigung möglichst noch am Todestag stattfindet. In Deutschland ist ein Sarg oder eine Urne Pflicht, außerdem liegen zwischen dem Tod und der Bestattung meist mindestens zwei Tage.

Auf vielen Friedhöfen in Deutschland gibt es schon Ausnahme-Regelungen. Nordrhein-Westfalen will islamische Beerdigungen jetzt noch leichter machen. Die Regierung hat beschlossen, dass Friedhöfe künftig auch von muslimischen Vereinen betrieben werden dürfen. Und die können so bestatten, wie es der Tradition entspricht.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)