25. April 2013
Nicht nur Bienen bestäuben Blütenpflanzen und bedienen sich im Gegenzug an deren Nektar.
Einige Ameisenarten tun das Gleiche. Wenn sie von Pflanze zu Pflanze wandern, transportieren sie deren Pollen mit sich. Wie spanische Forscher in einer Fachzeitschrift berichten, hat das Auswirkungen auf die Zusammensetzung des Blütennektars. Denn die Insekten tragen auf ihrer Körperoberfläche auch Hefezellen mit sich herum. Wenn diese in den Nektar gelangen, wachsen und vermehren sie sich dort, und bauen dabei bestimmte Zucker darin ab. Der Nektar ändert sich also ohne Zutun der Pflanze. Das ist für sie ein evolutionärer Nachteil. Denn wenn sie die Zusammensetzung ihres Nektars nicht selbst kontrollieren kann, ist sie auch nicht mehr in der Lage, ganz bestimmte Insekten anzulocken. In weiteren Studien soll das komplexe Zusammenspiel von Ameisen und Pflanzen genauer untersucht werden.
http://www.amjbot.org/content/100/4/792.full.pdf+html
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)