25. April 2013

Warum gibt es Materie? Forscher finden Hinweise

Warum gibt es alles und nicht nichts?

Diese Frage können bisher weder Philosophen noch Naturwissenschaftler zufriedenstellend beantworten. Physiker vom Europäischen Kernforschungszentrum CERN in der Schweiz haben jetzt aber zumindest Hinweise auf eine Teil-Antwort gefunden.

Aber der Reihe nach. Das Universum entstand durch den Urknall. Dabei entstanden sowohl Materie als auch Antimaterie. Wenn beide aufeinander treffen, löschen sie sich unter Energiefreisetzung gegenseitig aus. Offenbar entstand aber am Anfang etwas mehr Materie als Antimaterie, so dass nach dem gegenseitigen Auslöschen etwas Materie übrig blieb. Aus diesem Grund gibt es heute im Universum Sterne und Galaxien aus Materie.

Warum anfangs mehr Materie als Antimaterie entstand, erklären jetzt die CERN-Forscher. Sie stellten bei Experimenten am Teilchenbeschleuniger fest, dass Elementarteilchen namens B-Mesonen bevorzugt in Materie zerfallen statt in Antimaterie. Diese leichte Asymmetrie könnte den Wissenschaftlern zufolge zumindest für einen Teil der heutigen Materie im Universum verantwortlich sein. Allerdings bei Weitem nicht für alles, sondern lediglich für die Materie von etwa einer Galaxie.

Der Fachartikel soll im Journal "Physical Review Letters" erscheinen. Bislang gibt es ihn in einer Vorabversion auf dem Dokumentenserver Arxiv.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)