25. April 2013
30 Euro pro Jahr - das sollte reichen, damit es in Zukunft weniger Katzen gibt.
So lauten die Überlegungen des Ornithologen Peter Berthold. Anfang des Jahres hatten US-amerikanische Wissenschaftler Katzen in einer Studie mit Pestiziden verglichen. Ihr Jagdtrieb gefährde die Artenvielfalt, vor allem von Vögeln. Auch der Vogelkundler stützt die These: In Deutschland werden rund 50 Millionen Vögel jährlich von Katzen getötet. Laut Berthold sind die Tiere für das Aussterben von 33 Vogelarten weltweit verantwortlich. Die Steuer würde dazu beitragen, dass sich die Zahl der Tiere um mindestens die Hälfte reduziere.
Der Naturschutzbund hält dagegen eine Steuer für nicht sinnvoll. Katzen seien Opportunisten; sie fräßen das, was sie vor die Schnauze bekämen, also die häufigsten Arten. Eine Steuer würde nur dazu führen, dass die Besitzer ihre Tiere aussetzten und damit eine steigende Population von Wildkatzen schaffen würden. Besser sei es dagegen, die Besitzer aufzufordern, ihre Tiere sterilisieren und kastrieren zu lassen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)