25. April 2013
Hollywood-Stars und Models legen großen Wert auf ein perfektes Gebiss.
Solche makellosen Zähne sind aber nicht unbedingt vorteilhaft, sagen Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie. Gemeinsam mit Kollegen vom Senckenberg Institut entwickelten sie eine Software, die die Belastung der Zähne in verschiedenen Zuständen misst. Um die Abnutzung der Zähne zu simulieren, schliffen sie sie nach und nach ab. Sie fanden heraus, dass sich die Belastung bei stärker abgenutzten Zähnen besser verteilt. Damit verringert sich die Gefahr, dass Zähne oder Zahnteile abbrechen. Den Forschern zufolge hat die Evolution hier einen erfolgreichen Kompromiss zwischen Materialverlust und einem möglichst langem Funktionserhalt geschaffen zu haben. Jetzt müssen nur noch die Zahnärzte davon überzeugt werden, dass ein bisschen Abnutzung schon okay ist.
http://www.plosone.org/article/info%3Adoi%2F10.1371%2Fjournal.pone.0062263
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)