25. April 2013

Autismus-Risiko anhand des Mutterkuchens erkennen

Ob ein Kind autistisch ist, zeigt sich oft erst im Alter von drei oder vier Jahren.

Dann ist eine Therapie jedoch nur noch eingeschränkt wirksam, denn am lernfähigsten ist das Gehirn im ersten Lebensjahr.

Wissenschaftler der Medizinischen Hochschule Yale haben nun einen Weg gefunden, ein erhöhtes Autismus-Risiko sofort nach der Geburt zu erkennen - und zwar anhand der Plazenta. Ist der Mutterkuchen ungewöhnlich faltig oder wachsen bestimmte Zellen darin nicht normal, dann seien das wichtige Hinweise auf eine mögliche angeborene Entwicklungsstörung. In solchen Fällen könne dann bald mit einer Therapie begonnen werden.

Die Yale-Mediziner hatten den Mutterkuchen von Babys mit autistischen Geschwistern untersucht und ihn dann mit der Plazenta von Babys aus gesunden Familien verglichen.

Autismus gilt als angeboren und unheilbar. Wahrnehmung und Informationsverarbeitung im Gehirn sind gestört. Manchmal wirken Autisten nur schüchtern, andere sind schwer geistig behindert.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)