26. April 2013

Schlechte Erziehung birgt höheres Risiko Mobbing-Opfer zu werden

Was Eltern nicht alles falsch machen können: US-Forscher kommen zu dem Schluss, dass schlechte Erziehung das Risiko erhöht, in der Schule gemobbt zu werden.

Zu schlechter Erziehung zählen die Wissenschaftler zum Beispiel Vernachlässigung, Missbrauch, aber auch Überfürsorglichkeit. Sie verglichen 70 Studien mit über 200.000 Kindern. Dabei habe sich gezeigt: Bei schlechter Erziehung sei es nicht nur wahrscheinlicher Opfer in Sachen Mobbing zu werden, sondern auch Täter. Die Autoren der Studie fordern, dass Anti-Mobbing-Programme ihren Fokus nicht nur auf das Schulumfeld legen, sondern sich auch auf die Eltern konzentrieren.

Laut den Forschern wirkt sich Mobbing zu Schulzeiten oft noch im Erwachsenenalter aus. Die Opfer hätten mit größerer Wahrscheinlichkeit gesundheitliche Probleme, Angstzustände oder Depressionen. Außerdem hätten sie ein höheres Risiko sich selbst zu verletzen oder Suizid zu begehen.

Die Studie ist im Fachmagazin "Child Abuse&Neglect" erschienen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)