26. April 2013

Maya-Kultur verzweigter als bisher angenommen

Die moderne Archäologie hat einige Geheimnisse rund um die Maya-Kultur schon gelüftet.

Unklar ist aber immer noch ihr Ursprung. Zwei Theorien beherrschten bislang die Debatte: Der einen zufolge entwickelte sich die Hochkultur weitgehend eigenständig, ohne äußere Einflüsse. Die andere Theorie meint dagegen, dass sie stark durch die ältere Olmeken-Kultur beeinflusst war. US-Forscher haben jetzt eine dritte Theorie und die ist so eine Art Kompromiss: Demnach haben sich die Maya durch einen breiten kulturellen Umbruch entwickelt - und mehrere andere Kulturen haben sie beeinflusst. Das legten neue Ausgrabungen einer besonders frühen Maya-Stätte nahe.

Die Archäologen schreiben im Magazin "Science", die Maya-Zivilisation ist weder unabhängig entstanden noch ein "Kind" der Olmeken-Kultur. Stattdessen zeigten die Ergebnisse, dass die Wurzeln der Maya verzweigt waren und die Geschichte Mittelamerikas deutlich vielschichtiger ist als bisher angenommen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)