26. April 2013
Nicht-ansteckende Krankheiten wie Krebs werden in Zukunft die Krankheitsstatistiken lateinamerikanischer Länder anführen.
Das prophezeit eine Studie der Universität Harvard, veröffentlicht im Magazin "The Lancet". Grund ist der ungesunde Lebenswandel: Die Menschen bewegten sich weniger, ernährten sich ungesünder und rauchten mehr als früher. Auch Sonnenbäder, Alkohol und der Rauch von offenen Feuerstellen beförderten das Krebsrisiko.
Bislang erkranken in Lateinamerika von 100.000 Einwohnern nur 163 an Krebs. Zum Vergleich: In den USA sind es fast doppelt so viele. Das wird sich in Zukunft ändern, sagen die Wissenschaftler. Schlecht sind in Lateinamerika auch die Heilungschancen nach einer Krebsdiagnose. Das hat zur Folge, dass dort die Todesrate von Krebspatienten doppelt so hoch ist wie in Nordamerika.
Schuld ist laut der Forscher das Gesundheitssystem: Viele Menschen haben gar keinen Zugang zu Ärzten. Außerdem ist das System nicht auf Prävention ausgerichtet. Krebsvorsorge ist nur einer kleinen Minderheit reicher Leute vorbehalten. Doch nur wenn der Krebs rechtzeitig erkannt wird, steigen auch die Heilungschancen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)