29. April 2013
Im Haus regelt der Thermostat die Temperatur.
Draußen in der Natur übernehmen Pflanzen diese Aufgabe - vom einfachen Moos bis zum riesigen Baum. Ein internationales Forscherteam berichtet im Fachjournal "Nature Geoscience", dass diese Temperatur-Regulierung über Gase funktioniert, die die Pflanzen abgeben. Sie verstärken die Wirkung von Aerosolen, also winzigen Schwebeteilchen in der Luft. Diese Teilchen sind wichtig für die Wolkenbildung. Wenn es wärmer wird, geben die Pflanzen verstärkt flüchtige Substanzen ab, und durch Aerosole bilden sich mehr Wolken. Die Wolken halten dann einen Teil der Sonnenstrahlung auf, und außerdem gibt es mehr Regen.
Insgesamt kompensiert diese Rückkopplung den Forschern zufolge aber nur etwa ein Prozent des Temperaturanstiegs. In bewaldeten Regionen könne der Effekt aber bis zu 30 Prozent betragen.
http://www.nature.com/ngeo/journal/vaop/ncurrent/full/ngeo1800.html
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)