29. April 2013

Weitere Malaria-Erreger entdeckt, die sich nicht bekämpfen lassen

Wer in die Tropen reist, hat häufig Medikamente gegen Malaria im Gepäck.

Die bringen aber nicht unbedingt etwas. Einige Parasiten, die die Krankheit übertragen, sind resistent gegen die Mittel und es scheinen immer mehr zu werden. Forscher aus Großbritannien und Thailand haben weitere solcher Stämme in West-Kambodscha entdeckt. Wie sie im Fachmagazin "Nature Genetics" schreiben, unterscheiden sich diese Stämme genetisch von allen anderen bekannten auf der Welt. Sie sind auch gegen das Mittel Artemisinin resistent, das eigentlich als besonders wirksam gilt. Die Forscher warnen: Alle effektiven Medikamente, die in den vergangenen Jahrzehnten entwickelt wurden, seien mit der Zeit gegen bestimmte Parasiten nutzlos geworden.

In West-Kambodscha gibt es den Wissenschaftlern zufolge besonders viele resistente Erreger. Woran das liegt, wissen sie nicht. Ihr Ziel ist es, irgendwann den genetischen Fingerabdruck der Parasiten zu ermitteln.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)