29. April 2013

Forschungsprojekt zur Versöhnung im Nahen Osten

Mit diesem Forschungsprojekt wollen die Wissenschaftler nicht nur wissen, wie Versöhnung theoretisch funktioniert, sondern sie wollen sie konkret beobachten.

Jugendliche aus Israel und Palästina sollen dafür die Perspektive des Gegenübers einnehmen. Die Palästinenser sollen das Konzentrationslager in Auschwitz besuchen, die Israelis die Flüchtlingslager in der Westbank. Anschließend sollen die Jugendlichen noch einmal gemeinsam an die Orte reisen und über ihre Erfahrungen sprechen.

Am Ende mündet das Projekt in ein theoretisches Konzept über diesen Perspektivwechsel. Das interdisziplinäre Forscherteam unter Federführung der Universität Jena will dabei herausfinden, welche Prozesse dafür sorgen, dass Einzelpersonen oder soziale Gruppen sich versöhnen wollen. Laut der Forscher will man auf beiden Seiten Verständnis für das Leiden der anderen wecken. Denn bislang konkurrierten beide Parteien darum, wem die Opferrolle am ehesten zustehe, was eine Begegnung zwischen Israelis und Palästinensern verhindere.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)