30. April 2013

Ungewöhnliche Protestaktion von russischem Künstler

Schluss, aus, vorbei, das war es - das Museum für Moderne Kunst in Wien schließt.

Diese Meldung wurde heute übers Internet und als Presse-Mail rausgeschickt. Aber: Es war eine Falschmeldung. In die Welt geschickt hat sie ein russischer Künstler. Er versendete angeblich im Namen der Museums-Direktorin E-Mails mit der Nachricht. Außerdem fertigte er eine täuschend echte Fälschung der Museums-Homepage an, auf der er die Schließung verkündete. Er sieht seine Aktion als Kunst-Projekt.

Damit wollte der Künstler nach eigenen Angaben gegen die ökonomische Abhängigkeit der Museen protestieren. Außerdem kritisiert er, dass viele Besucher mehr Zeit in Museumsshops und Restaurants verbringen würden als im eigentlichen Museum. Dass sein Protest etwas bringt, ist unwahrscheinlich. Aber eins hat er zumindest geschafft: die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)