30. April 2013
Medienberichte sind manchmal übertrieben.
Ein Forscher der Uni Mainz sagt, dass sie sogar krank machen können. Er hat knapp 150 Menschen eingeladen und der Hälfte davon einen TV-Beitrag über gefährliche Strahlungen von Mobilfunk- und WLAN-Netzen sehen lassen. Danach tat er so, als ob er die Probanden WLAN-Strahlen aussetzte. Tatsächlich entwickelte mehr als die Hälfte der Testpersonen typische Nocebo-Symptome. Nocebo ist das Gegenteil von Placebo. Die Probanden zeigten Nebenwirkungen, obwohl sie gar keiner schädlichen Substanz oder Strahlung ausgesetzt waren. Sie berichteten über Beklemmung, Kribbeln und fehlende Konzentration. Zwei Teilnehmer brachen den Versuch an dieser Stelle ab.
Der Wissenschaftler betont, dass Medien durch reißerische Berichterstattung Einfluss auf die Gesundheit der Bevölkerung nehmen können.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)