1. Mai 2013
Die Mizrachim regen sich auf, dass nur Aschkenasim zu sehen sind.
Oder anders gesagt: In Israel sorgen neue Geldscheine für Kritik. Auf den vier neuen Scheinen sind nämlich nur Juden aus Mittel- und Osteuropa zu sehen, sogenannte Aschkenasim. Mizrachim sind nicht abgebildet, das sind Juden mit Wurzeln in Asien oder Nordafrika.
Dabei hatte eine Kommission vorher extra darauf geachtet, dass die Scheine die Gleichberechtigung unterstreichen. Auf den vier neuen Banknoten sind zwei Männer und zwei Frauen zu sehen, alles Literaten des 20. Jahrhunderts. Ein Kommissionsmitglied hatte erklärt, sie kenne halt keine orientalischen jüdischen Poeten aus dem vergangenen Jahrhundert.
Das israelische Regierungskabinett hat schon grünes Licht für die neuen Geldscheine gegeben, Die Opposition will den Beschluss noch zu Fall bringen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)