2. Mai 2013

Nationalparkdirektor in Vietnam gefeuert: Bärenfarm sollte Hotel weichen

Bären in Vietnam geht es oft schlecht.

Im Land gibt es viele illegale Bärenfarmen. Dort wird den Tieren in einem schmerzhaften Prozess Gallensaft entzogen. Die Bären sterben oft nach wenigen Jahren. Der Wirkstoff wird benutzt, um Augen- und Leberbeschwerden zu behandeln. Ein Bär kann pro Jahr etwa zwei Kilogramm getrocknete Bärengalle geben. Das Tierprodukt ist gefragt für Produkte der Traditionellen Chinesischen Medizin. Dabei kann der Stoff auch synthetisch hergestellt werden. Der Handel mit Bärenprodukten ist zudem verboten.

Eine Rettung gibt es für die Tiere in Vietnam: Ein Bärenschutzzentrum in einem Nationalpark nahe Hanoi. Dort werden mehr als 100 Bären aus den illegalen Farmen wieder aufgepäppelt. Der Direktor des Nationalparks wollte das Bärenschutzzentrum allerdings nicht mehr haben: Er sagte, das Militär brauche das Land. Vietnamesische Medien deckten jetzt auf, dass dort in Wirklichkeit ein Hotel entstehen sollte, an dem die Tochter des Direktors beteiligt war. Der Nationalpark-Direktor wurde mittlerweile gefeuert.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)