3. Mai 2013
Anlässlich des Welttags der Pressefreiheit haben die Reporter ohne Grenzen die aktuelle Liste der "Feinde der Pressefreiheit" präsentiert.
Die Liste umfasst rund 40 Staatschefs, paramilitärische Gruppen und kriminelle Netzwerke, die Journalisten verfolgen und versuchen, Medien gleichzuschalten. Laut der Organisation sind unter anderem die Muslimbruderschaft in Ägypten und die syrische Rebellengruppe Al-Nusra-Front neu auf der Liste.
Die Muslimbrüder hätten Herausgeber und Chefredakteure staatlicher Zeitungen ausgetauscht und mit Getreuen ersetzt. Darüber hinaus würden ausländische Korrespondenten als Spione diffamiert und bedroht. Ähnlich schwierig sei die Situation in Syrien. Dort seien neben Machthaber Baschar al-Assad auch Rebellen eine Bedrohung für die Pressefreiheit.
In anderen Ländern hat sich nach Einschätzung von "Reporter ohne Grenzen" die Situation verbessert. Der birmanische Präsident Thein Sein zählt nicht mehr zu den "Feinden der Pressefreiheit". Ebenfalls von der Liste gestrichen wurde die baskische Untergrundorganisation ETA. Andere stehen seit Jahren unverändert auf der Liste, zum Beispiel der russische Präsident Wladimir Putin, Mafiagruppen aus Italien und Taliban-Chef Mullah Omar.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)