3. Mai 2013

Hilfe für Epileptiker sollen im Gehirn angebrachte Elektroden bringen

Mit Hilfe von im Gehirn angebrachten Elektroden können Epileptiker künftig vor drohenden Anfällen gewarnt werden.

Australische Forscher schreiben im Fachmagazin "The Lancet Neurology", wie das funktionieren soll. Sie brachten in einem Versuch bei Patienten Sensoren an, die elektrische Impulse an der Gehirnoberfläche maßen. Die Daten wurden dann unmittelbar verarbeitet und an ein Gerät gesendet, das die Wahrscheinlichkeit eines Anfalls berechnete und anzeigte.

Laut den Forschern könnte es die Lebensqualität und Unabhängigkeit von Menschen mit Epilepsie erheblich verbessern, wenn sie wissen, wann sich ein Anfall anbahnt. Sie könnten so gefährliche Situationen beim Autofahren oder Schwimmen vermeiden. Außerdem müssten Patienten Medikamente gegen Anfälle nur noch dann einnehmen, wenn diese unmittelbar bevorstehen, und nicht mehr regelmäßig zu sich nehmen.

Laut Weltgesundheitsorganisation leiden weltweit rund 50 Millionen Menschen unter Epilepsie. Starke elektrische Entladungen in einem Teil von Gehirnzellen führen bei den Patienten zu Zuckungen oder schweren Krampfanfällen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)