3. Mai 2013
Pharmafirmen dürfen nur Werbung für ihre Produkte machen, die auch ethisch in Ordnung ist.
Darum gibt es in vielen Ländern Systeme zur Selbstregulierung. Schweden gilt dabei als vorbildlich. Wissenschaftler haben nun untersucht, wie gut das System dort tatsächlich funktioniert.
Die Wissenschaftler untersuchten dazu über knapp zehn Jahre Anzeigen für Antidepressiva in einer schwedischen Ärztezeitschrift. 34 Prozent der Anzeigen hatte der Regulierungsrat später als irreführend verurteilt. Eigentlich eine ganz gute Quote. Allerdings mussten die Unternehmen laut der Studie kaum Konsequenzen fürchten. Nur 0,009 Prozent der Einnahmen, die das Unternehmen mit dem Medikament erzielt hatte, musste es später als Strafe für unethische Werbung zahlen.
Heute seien die Strafen zwar angehoben worden - aber noch immer gebe es Probleme. Zum Beispiel dauere eine Beurteilung immer noch zu lange.
Die Studie ist im Fachmagazin "PLOS ONE" erschienen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)