3. Mai 2013
Wenn's im Nest zu warm ist, wird es ein Mädchen.
Das gilt unter anderem für die Spezies der Zierschildkröte. Bisher ist das kein großes Problem, denn wie Wissenschaftler herausgefunden haben, können die Weibchen ihre Brutzeiten bis zu zehn Tage verschieben. So stellen sie sicher, dass sie eine gleichmäßige Mischung von weiblichen und männlichen Nachfahren produzieren.
Doch ein neues mathematisches Modell von Forschern der staatlichen Universität in Iowa zeigt, dass die Zierschildkröte vom Aussterben bedroht ist. Darüber berichtet der "New Scientist". Der Grund dafür ist die globale Erwärmung: Selbst konservative Klimamodelle gehen von einem Temperaturanstieg um vier Grad innerhalb des nächsten Jahrhunderts aus. Den Wissenschaftlern zufolge reichen allerdings schon 1,1 Grad mehr, damit keine männlichen Zierschildkröten mehr geboren werden.
Dieses Problem könnte auch einige andere Reptilienarten betreffen, bei denen das Geschlecht von der Bruttemperatur abhängt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)