6. Mai 2013
Die Religionsfreiheit ist in Gefahr - und zwar nicht nur, wenn religiöse Minderheiten unterdrückt werden.
Das glaubt UNO-Sonderberichterstatter Heiner Bielefeldt. Er sagte bei einem Vortrag in Münster, in vielen Ländern würden bis heute Menschen wegen ihres Glaubens ausgegrenzt und verfolgt. Aber auch Atheisten hinterfragten die Religionsfreiheit zunehmend. Manche hielten sie sogar eher für ein lästiges Hindernis - mit dem Gedanken, man müsse Religionen für eine gute Gesellschaft komplett abschaffen.
Zuletzt hat das Bielefeldt bei der Beschneidungsdebatte in Deutschland beobachtet - da habe es einen "ätzenden, religionsverachtenden Tonfall" gegeben. Er findet das falsch, denn Religionsfreiheit sei ein genauso wichtiges Menschenrecht wie die Meinung- oder Versammlungsfreiheit.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)