6. Mai 2013

Re:publica in Berlin: Bürgerrechtlerin MacDonald plädiert für "Privacy by Design"

"Mehr Überwachung erhöht nicht unbedingt die Sicherheit. Im Gegenteil: Sie untergräbt sie."

Das behauptet die Bürgerrechtlerin Raegan MacDonald und nennt in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" folgendes Beispiel: In den USA seien Telekommunikationsanbieter und -hersteller verpflichtet, ihre Produkte mit einer integrierten Möglichkeit zur Überwachung auszustatten. Das nehme den Bürgern die Chance, ihre Privatsphäre zu schützen.

MacDonald plädiert stattdessen für das Prinzip "Privacy by Design": Aus ihrer Sicht soll der Schutz der Privatsphäre in Produkten, Diensten und Grundsätzen als technische Grundeinstellung angelegt sein. Den Verweis auf Anschläge wie in Boston lässt sie nicht gelten. Der Schutz der Privatsphäre werde gegen die Sicherheit ausgespielt.

MacDonald ist auch auf der Internetkonferenz Re:publica zu Gast, die heute Vormittag in Berlin beginnt. Blogger, Aktivisten, Forscher, Unternehmer und Politiker diskutieren dort drei Tage lang über Entwicklungen und Auswirkungen digitaler Medien und Techniken.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)