6. Mai 2013
Ballastwasser wird im Hafenbecken in ein Schiff gepumpt, um ihm Stabilität zu verleihen.
Das Problem: Die Artenvielfalt bringt das Ballastwasser ins Ungleichgewicht. Denn darin finden sich Tier- und Pflanzenarten, die mit dem Schiff tausende Kilometer zurücklegen, in einem Hafen in der Fremde wieder abgepumpt werden und sich dort dann zulasten einheimischer Arten ausbreiten - oft rasant, weil sie keine natürlichen Feinde mehr haben.
Forscher der Universitäten Bristol und Oldenburg haben nun erstmals ermittelt, welche Häfen besonders anfällig für diese Bioinvasoren sind. Das Ergebnis: Singapur, der Suezkanal in Ägypten, Hongkong und der Panamakanal. Sie bieten ein gleichmäßig warmes Klima und damit die besten Voraussetzungen für eingeschleppte Arten. Die Nordseehäfen sind demnach weniger gefährdet. Das Wasser ist so kühl, dass darin nur Arten aus dem nordwestlichen Atlantik überleben.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)