6. Mai 2013

Vulkane können der Ozonschicht schaden

Vulkane können der Ozonschicht genauso schaden wie die Menschen mit ihren Treibhausgasen.

Zu diesem Ergebnis kommen Forscher des GEOMAR Helmholtz-Zentrums in Kiel. Sie nahmen sich 14 große Vulkanausbrüche vor, die in den vergangenen 70.000 Jahren im heutigen Nicaragua stattfanden. Sie verglichen Stoffe, die vor und nach der Eruption in den Vulkanen gebildet worden waren, und errechneten daraus, in welchem Ausmaß die Vulkane damals vermutlich ozonschädigende Brom- und Chlorverbindungen freisetzten.

Das Ergebnis: Nach Berechnungen der Kieler Forscher steigerten große Vulkanausbrüche die Brom- und Chlorkonzentration auf das Zwei- bis Dreifache in der Stratosphäre. Das könne zu einem massiven Abbau des Ozons geführt haben. Als nächstes wollen die Forscher herausfinden, ob es damals tatsächlich so gekommen ist.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)