6. Mai 2013

Erdogan will Hagia-Sophia nicht wieder zur Moschee machen

Erst war sie eine Kirche, dann eine Moschee, heute ist sie ein Museum. Und nach dem Willen der islamistischen Partei AKP soll die Hagia Sophia in Istanbul jetzt wieder eine Moschee werden.

Allerdings hat der türkische Regierungschef Recep Tayyip Erdogan solchen Plänen schon eine Absage erteilt, wenn auch eine diplomatische. Erdogan sagte bei einer Klausurtagung der Partei, er habe im Prinzip nichts dagegen. Allerdings gehe das nur, wenn in der gegenüber liegenden Blauen Moschee die Plätze knapp würden. Das Gebäude ist für etwa 20.000 Gläubige ausgelegt und meist nicht einmal zur Hälfte gefüllt.

Die Hagia Sophia wurde im ersten Jahrhundert nach Christus als byzantinische Kirche gebaut. Die Osmanen nutzten sie als Moschee. Unter dem laizistischen Staatsgründer Atatürk wurde sie 1935 zum Museum.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)