7. Mai 2013
Ein bisschen mehr von einem bestimmten Protein - und schon verlängert sich das Leben um ein Viertel.
Wovon manche Menschen träumen, das ist für Fliegen der Sorte Drosophila wahr geworden. Wissenschaftler der Universität von Kalifornien in Los Angeles haben im Organismus der Fliegen die Mengen des sogenannten Parkin-Proteins erhöht. Die Folge beschreiben sie im Fachmagazin "PNAS": Die Drosophila lebten nicht mehr nur wie üblich acht Wochen, sondern zehn. Bis zum Schluss blieben die Fliegen aktiv, fruchtbar und bei bester Gesundheit.
Die Forscher sehen in diesem Ergebnis neue Chancen für die Behandlung von Parkinson-Patienten. Die meisten Menschen erkranken zwar erst im späteren Leben an der Nervenkrankheit, manche aber auch schon in jungen Jahren. Bei ihnen ist dann die Funktion des Parkin-Proteins gestört. Aber auch über das Altern gesunder Menschen könnten die Experimente mit den Drosophila-Fliegen aus Sicht der Forscher neuen Aufschluss geben.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)