7. Mai 2013
20 Prozent der Menschen leiden mindestens einmal im Leben unter schweren Depressionen.
Doch ein Medikament, das allen zuverlässig hilft, gibt es bis heute nicht. Psychiater des Londoner King's College präsentieren nun im Fachmagazin PNAS einen neuen Ansatz.
Sie untersuchten, wie Stress den Organismus daran hindert, neue Gehirnzellen zu produzieren, denn das Phänomen spielt bei Depressionen eine wichtige Rolle. Dabei fanden die Forscher heraus, dass ein Protein namens SGK1 die Auswirkungen von Stress auf die Zellbildung steuert. Je mehr von dem Protein vorhanden war, desto länger war die Zellbildung gestört. Mit Hilfe eines Medikaments blockierten sie die Wirkung des Proteins. Mit Erfolg: Es wurden wieder mehr Gehirnzellen produziert.
Im Tierversuch und an depressiven Menschen bestätigte sich das Phänomen. Ob dadurch auch die Depressionen weniger werden, muss sich noch zeigen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)