7. Mai 2013

Studie: Frühkindliche Erkältung könnte an Lernstörungen schuld sein

Kleinkinder sind häufig erkältet - schließlich stecken sie alles in den Mund und kommen anderen Menschen sehr nah.

Das ist der Grund, warum rund 70 Prozent aller Babys im ersten Lebensjahr und nahezu 100 Prozent im zweiten mindestens eine Infektion mit einem Erkältungsvirus namens RSV durchmachen. Kein Problem, dachte man bisher, denn der Infekt heilt ja wieder ab. Nun haben Forscher der katholischen Universität Chiles in Santiago aber in Tests mit Ratten herausgefunden, dass das Virus das Gehirn befallen kann. Es könne dann langfristig beispielsweise vereinzelt zu Lernstörungen führen. Bisher war bekannt, dass es bei rund zwei Prozent der infizierten Babys zu Komplikationen wie Krämpfen oder Atemstillständen kommt. Die chilenischen Forscher fordern im Fachmagazin PNAS, schnellstmöglich nach einem Impfstoff gegen RSV zu suchen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)