7. Mai 2013

Häufigkeit von Mandel-Operationen: Regional gibt es große Unterschiede

Der Hals schwillt an, Essen und Trinken fallen schwer; aber zumindest gibt es einen guten Grund, so viel Eis zu essen, wie man will.

Mandelentzündungen sind schmerzhaft und manchmal müssen die Dinger einfach raus. Bei der Zahl der Mandel-OPs gibt es deutschlandweit aber große regionale Unterschiede. In einer Studie der Bertelsmann-Stiftung wurden die Jahre 2007 bis 2010 näher betrachtet. Die Untersuchung zeigt: Wer in der Nähe einer Klinik mit Schwerpunkt Hals-Nasen-Ohren lebt, wird deutlich häufiger operiert. Ein Beispiel: Im Landkreis Sonneberg in Thüringen wurden im Durchschnitt pro Jahr 14 von 10.000 Kindern die Mandeln entfernt. Gut hundert Kilometer entfernt in Schweinfurt in Bayern waren es 109 und damit fast achtmal so viele Fälle.

Nach Angaben der Studienautoren ist die Einschätzung der Ärzte sehr unterschiedlich, wann die Mandeln entfernt werden müssen und wann nicht. Sie kritisieren, dass es in Deutschland keine verbindlichen Leitlinien gibt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)