7. Mai 2013
Klappe halten ist erstmal nie verkehrt.
Diesen Ratschlag sollten sich alle zu Herzen nehmen, die mit Polizei oder Gerichten zu tun haben. So sieht es sinngemäß der Kommunikationswissenschaftler Jo Reichertz im Interview mit Deutschlandradio Kultur.
Wenn normale Menschen auf Polizisten, Anwälte oder Richter treffen, herrschen seiner Ansicht nach nicht die gleichen Machtverhältnisse. Betroffene merkten erst nach einer Vernehmung, was ihnen da passiert sei. Daher sei es - egal ob schuldig oder nicht schuldig - sinnvoll, zu schweigen.
Reichertz erklärt weiter, lange Zeit habe man in Verhören mit Gewalt und Tortur versucht, das Schweigen von Beschuldigten zu brechen. Inzwischen sei klar, dass solche Praktiken nicht zur Wahrheit führten, sondern nur zu teils fantasievollen Erfindungen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)