7. Mai 2013

Jeder zweite Bio-Apfel kommt aus dem Ausland

Die Hälfte der Bio-Äpfel und Bio-Möhren, die wir in Deutschland essen, kommen inzwischen aus dem Ausland.

Das hat eine Studie der Uni Bonn im Auftrag der Grünen ergeben. Demnach kommt der Ökolandbau in Deutschland der steigenden Nachfrage nicht mehr hinterher. Immer mehr Bio-Lebensmittel würden importiert - mit negativen Folgen für die Ökobilanz.

Laut der Studie hat sich der Handel mit Öko-Lebensmitteln in Deutschland seit dem Jahr 2000 verdreifacht. Die ökologisch bewirtschafteten Flächen wurden aber nur verdoppelt. Eine Ursache sehen die Bonner Forscher in der Förderung von Biogasanlagen. Dadurch seien die Pachtpreise für Ackerland gestiegen und die Umstellung auf Öko-Produktion unattraktiv geworden.

Einen Boom des Ökolandbaus erlebt dagegen Polen. Es verzeichnete innerhalb von sechs Jahren ein Plus von 530 Prozent.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)