8. Mai 2013

Wie Wissenschaftsautoren ihre Texte für's Internet fit machen

Suchmaschinenoptimierung ist wichtig, sehr wichtig.

Webseiten-Betreiber, Verlage, Blogger - sie alle versuchen, ihre Texte so zu redigieren, dass sie im Internet gefunden werden. Dieser Trend macht auch vor dem Wissenschaftsbetrieb nicht Halt. Das wirft Probleme auf, wie der Wissenschaftler Khalil Cassimally im Magazin Scientific American schreibt. Denn gerade in der Forschung sollte der Inhalt im Vordergrund stehen, nicht die Suchmaschinenoptimierung. Wenn aber Wissenschaftsautoren, also Menschen, die professionell, quasi als Ghostwriter, für Forscher Artikel schreiben, künftig daran gemessen werden, wie gut ihre Texte im Internet aufzufinden sind, dürften sie sich nur noch die Studien aussuchen, die ohnehin populär sind - also zu Themen wie dem Klimawandel oder Volkskrankheiten. Andere, wichtige Themen würden noch weniger beachtet. Einen Ausweg aus dem Dilemma schlägt Cassimally nicht vor, er plädiert aber dafür, offener über die Nachteile von suchmaschinenoptimierten Texten zu diskutieren.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)